Warum haben Menschen Angst?

Angst

Angst, das Gefühl von Bedrohung oder die Panik einer Situation ausgesetzt zu sein, begegnet den meisten Menschen in verschiedenen Formen regelmäßig. Diese Emotion hat unterschiedliche Ursachen und erfüllt eine wichtige Funktion im alltägliche Leben. Die Frage, warum Menschen Angst haben, wurde sowohl in der Philosophie, als auch in den Wissenschaften sorgfältig untersucht.

Was ist Angst?

Angst kann sowohl durch eine bestimmte Situation ausgelöst werden, als auch eine diffuse Bedrohung sein. Das Gefühl von Angst entsteht im Gehirn. Entscheidend ist besonders die Amygdala, das emotionale Zentrum des menschlichen Gehirns. Sie verarbeitet die Reize, die Angst erzeugen. Auch im Schlaf ist die Amygdala ein sehr aktiv und beeinflusst die Albträume der Menschen. Sowohl reale, als auch fiktive Ängste werden im Gehirn verarbeitet und lösen eine körperliche Reaktion aus. Die Nebennieren schütten die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus. Das Herz schlägt schneller, die Muskeln spannen sich an und das Blut bindet mehr Sauerstoff. Wenn Menschen Angst haben, wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt.

Warum haben Menschen Angst?

Angst steigert die Leistung des Körpers und ist ein Instinkt, der sowohl eine Warn-, als auch eine Schutzfunktion erfüllt. Wird eine Situation als bedrohlich wahrgenommen, entscheidet der Körper blitzschnell über die richtige Reaktion. Angst begleitet jeden Menschen und viele Theorien von der Psychoanalyse bis zur Existenzphilosophie versuche die Ursachen von Angst zu erklären. Ängste entstehen multikausal, durch eine Zusammenwirkung von genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen. Kinder und Jugendliche müssen den Umgang mit dem unbekannten Gefühl erst durch Spiele und Geschichten erlernen. Lernprozesse spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Ängsten. Durch die Ängste der Eltern oder negative Erfahrungen können Ängste entstehen und auch wieder gehen. Die Auslöser für Angst sind dabei vielfältig und unterscheiden sich je nach dem Individuum.

Zwischen realen Bedrohungen und chronischen Ängsten

Ängste können sich in vielen verschiedenen Formen zeigen. In früheren Zeiten warnte sie oft vor realen Bedrohungen durch wilde Tiere oder anderen Gefahren. Erlernte Ängste retteten den Menschen das Leben. In modernen Industrienationen haben die Bedrohungen durch die Natur abgenommen. Dafür äußern sich viele Existenzängste. Dazu gehören die Angst vor der Zukunft, vor der Vergänglichkeit oder vor der Arbeitslosigkeit. Auch diese Ängste erfüllen eine wichtige Funktion, werden sie chronisch, können sie aber zu einer großen Belastung werden. Angststörungen oder Panikattacken infolge einer generalisierten Angststörung können das alltägliche Leben einschränken. Diese Angststörungen werden in der Regel durch eine behutsame Verhaltenstherapie behandelt, die versucht die erlernten Ängste langsam aufzuweichen.

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